BAHNTOUREN
Elztalbahn
In Denzlingen zweigt die Elztalbahn von der Rheintalbahn (702/703) ab. Die Ende des 19. Jahrhunderts gebaute Strecke brachte den Gemeinden im Elztal den Bahnanschluss.
1875 ging der erste Abschnitt der Trasse bis Waldkirch als von der Stadtgemeinde Waldkirch bezahlte Privatbahn in Betrieb. Später übernahm die Badische Staatsbahn die Strecke und baute sie bis Elzach aus. Am 20. September 1901 wurde die Elztalbahn dann auf ihrer gesamten Länge für den Verkehr freigegeben. Seit Dezember 2002 wird die Strecke von der Breisgau-S-Bahn GmbH mit modernen Dieseltriebwagen bedient.
Bald nach dem Verlassen der Hauptstrecke in Denzlingen überquert die Elztalbahn ihren namensgebenden Fluss Elz. Durch Streuobstwiesen und Felder verläuft die Bahnlinie parallel zum Fluss über die Stationen Buchholz (Baden) und Batzenhäusle zum Hauptort des Elztales nach Waldkirch. Kennern gilt der Ort als Zentrum des mechanischen Musikwerkbaus.
Als der Orgelbauer Mathias Martin im Jahre 1799 seine Werkstatt in Waldkirch eröffnete, wurde hier der Grundstein für ein Gewerbe gelegt, für das die Ortschaft internationalen Ruf genießt.
Nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof quert die Bahn wieder die Elz, vorbei an Kollnau, Gutach, Niederwinden und Oberwinden läuft die Strecke nun auf ihrem Endbahnhof den Luftkurort Elzach zu. Berühmt ist Elzach vor allem wegen seiner traditionsreichen, bis auf das Jahr 1530 zurückgehenden Fasnet. Das bunte Treiben des Schuttig, der Narrengestalt Elzachs, zieht jedes Jahr unzählige Besucher von nah und fern in das kleine Schwarzwaldstädtchen.
