BAHNTOUREN
Ermstalbahn
Erst 1998 durch den nostalgischen Wochenendverkehr mit dem Schienenbus konnte die traditionsreiche Bahnverbindung wieder zum Leben erweckt werden. Die 125 Jahre alte Strecke verbindet die Stadt Metzingen mit der einstigen Residenz- und heutigen Kurstadt Bad Urach. Bis 28. Mai 1976 fuhr der Schienenomnibus auf dieser Strecke. Obwohl der Schienenbus seine Passagiere unermüdlich beförderte, wurde die Ermstalstrecke wie viele andere Nebenstrecken stillgelegt.
Nach über 20 Jahren fahren jetzt wieder täglich moderne Züge zwischen Metzingen und Bad Urach. Durch die Verbindung von Zug und Bus ist die halbstündige Fahrtmöglichkeit gegeben. Die attraktiven und anspruchsvollen RegioShuttle Züge garantieren ein bequemes Reisevergnügen.
Die Fahrt beginnt in Metzingen, dem grünen Zentrum am Fuße der Schwäbischen Alb, auf ca. 355 Meter Meereshöhe. Die Bahn verlässt die Stadt der Sieben Keltern in einer langgezogenen Linkskurve und schwenkt ins Ermstal ein.
Das Tal wird von dem Metzinger Weinberg und von wenigen Anhöhen begrenzt, am Fuße des Berges sieht man die Kelter von Neuhausen.
Die Bahntrasse fährt in eines der schönsten Täler der Schwäbischen Alb, über Dettingen, dessen sehenswerte Ortsmitte zu einer Stippvisite einlädt. Bergauf führt die Strecke durch die saftigen Dettinger Obstwiesen.
Das Tal wird immer enger, die Berge bekommen härtere Konturen. Der Schienenstrang führt hinauf durch das Ermstal, bis die Bahn 110 Höhenmeter überwunden hat und am Endpunkt der Strecke in dem malerischen Kurort Bad Urach angelangt ist. Vom Bahnhof fällt der Blick direkt auf das Schloss, der Marktplatz liegt nur fünf Gehminuten entfernt. Zur besseren Erreichbarkeit des Wasserfalls und des Kurgebietes wurde eine eigene Haltestelle der Ermstalbahn eingerichtet.
Die Züge verkehren werktags stündlich, am Wochenende zweistündlich umsteigefrei ab Reutlingen.
