BAHNTOUREN
Südbahn
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in Württemberg mit der Hauptbahn Stuttgart-Ulm-Friedrichshafen die erste Strecke zum Bodensee fertiggestellt. Seit 1993 fahren die dunkelblauen Triebwagen der Bodensee-Oberschwaben-Bahn, vom Volksmund liebevoll Geißbockbahn genannt, auf dem Teilstück Friedrichshafen - Ravensburg. 1997 wurde die Geißbockbahn bis Aulendorf verlängert.
Seit Dezember 2003 erhöhen klimatisierte Doppelstockwagen das Landschaftserlebnis. Zusätzliche, schnelle IRE-Züge verbinden im Zweistundentakt Ulm mit Basel (KBS 739).
Auf den Spuren der berühmten "Schwäbschen Eisenbahne" verläuft die Strecke der Südbahn vom Bahnknotenpunkt Ulm aus über Erbach weiter nach Laupheim. Am neu eröffneten Haltepunkt Warthausen besteht von Mai bis Oktober an Wochenenden Anschluss mit der Öchsle Museums-Schmalspurbahn.
Die nächsten Stationen sind Biberach, Bad Schussenried und die ehemalige Römersiedlung Aulendorf, der Bahnknotenpunkt Oberschwabens, mit dem mittelalterlichen Ritterschloss. Der nun folgende Streckenabschnitt nach Ravensburg entlang dem eng gewundenen Schussentobel ist landschaftlich besonders reizvoll.
Der Zug passiert den verlassenen Bahnhof Durlesbach. Dort steht links in Fahrtrichtung ein kompletter alter schwäbischer Schmalspur-Dampfzug, an dessen Ende die berühmte Geißbockszene mit großen Bronzefiguren wieder lebendig wird. Vor Ravensburg öffnet sich die Landschaft. Links ragt aus dem Stadtbild Weingartens die Basilika empor. Auf dem folgenden Teilstück zwischen Ravensburg und Friedrichshafen fauchten früher torfgefeuerte Lokomotiven im "Inselbetrieb" hin und her.
Heute verkehren hier moderne Züge im Taktverkehr.
