BAHNTOUREN
Zollern-Alb-Bahn (ZAB 1)
Die traditionsreiche Zollern-Alb-Bahn verbindet die ehrwürdige Universitätsstadt Tübingen mit Sigmaringen an der Donau. Auf der gesamten Strecke verkehren moderne Nahverkehrstriebwagen der Hohenzollerischen Landesbahn durchgehend im Zwei-Stunden-Takt. Von Stuttgart kommend fahren schnelle Züge über Tübingen, Albstadt-Ebingen, Sigmaringen und Aulendorf nach Ulm.
Nach der Auflösung Preußens und der Gründung des Bundeslandes Baden-Württemberg übernahm das Land die Aktienmehrheit an der bereits 1899 gegründeten Hohenzollerischen Landesbahn. Aus dem Neckartal heraus führt die Zollern-Alb-Bahn am Fuße der Schwäbischen Alb entlang bis nach Hechingen.
Schon von weitem ist die berühmte Burg Hohenzollern mit ihren charakteristischen Zinnen zu sehen. Anschließend beginnt die Höhenfahrt auf die Schwäbische Alb.
Kurz vor Albstadt-Ebingen überwindet die Strecke die europäische Wasserscheide, um sich danach sanft von Albstadt-Ebingen aus durch das grüne Schmeietal hinab nach Sigmaringen zu senken. Kurz vor dem Bahnhof hat der Fahrgast einen herrlichen Blick auf das Sigmaringer Schloss.
Über Herbertingen führt die Strecke weiter durch die weite, oberschwäbische Moränenlandschaft, deren Form die Gletscher der letzten Eiszeit geprägt haben. Mit etwas Glück kann man im Sommer vom Zug aus die hier noch heimischen Schwarzstörche beobachten. Im Bahnhof Altshausen mündet von rechts die Güterstrecke aus dem badischen Pfullendorf ein. Weiter geht die Fahrt über freies Feld.
Nach einer großen, absteigenden Linkskurve mündet die Strecke zusammen mit der von Friedrichshafen kommenden "Südbahn" in den Knotenbahnhof Aulendorf ein.
Die Züge der Hohenzollerischen Landesbahn eignen sich hervorragend für Ausflüge in die oft karge, aber beeindruckende Alblandschaft. Sie bieten an vielen Stationen die Möglichkeit, auszusteigen und den Albtrauf zu erwandern.
