14.06.2017

Emissionsfreie Mobilität

Zugfahren in Baden-Württemberg soll noch umweltfreundlicher werden: Vor diesem Hintergrund haben Verkehrsminister Winfried Hermann und die Landräte aus den Kreisen Tuttlingen, Rottweil und Schwarzwald-Baar jetzt das Zukunftsprojekt „Elektrifizierung des Ringzuges“ initiiert. Nach 2023 soll die gesamte Strecke emissionsfrei befahren werden.

Bildquelle: Zweckverband Ringzug / Ralf Graner

Schnellere Fahrzeiten und eine bessere Anbindung nach Stuttgart: Diese Ziele verbinden Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann und die Landräte Stefan Bär (Kreis Tuttlingen), Dr. Wolf-Rüdiger Michel (Kreis Rottweil) und Sven Hinterseh (Schwarzwald-Baar-Kreis) mit dem emissionsfreien Zugbetrieb auf der sogenannten Ringzug-Strecke.

Gutachten zur Elektrifizierung
Große Teile des Ringzugs sind bereits elektrifiziert. Auf den Teilstücken zwischen Rottweil – Schwenningen – Villingen und Immendingen – Tuttlingen aber fahren derzeit noch Dieselzüge, die bis zum Jahr 2023 abgeschrieben sein werden. Dann soll die gesamte Strecke – entweder durch Oberleitungen oder durch Fahrzeuge mit Batterie- oder Brennstoffzellenantrieb – elektrifiziert werden. Ein vom Verkehrsministerium in Auftrag gegebenes Gutachten prüft zunächst, welche Form der Elektrifizierung am sinnvollsten ist. Das Ergebnis wird zum Herbst dieses Jahres erwartet. Weil die 33 Kilometer lange Strecke trotz eines entsprechenden Antrags des Landes nicht in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wurde, werden auch Machbarkeits- und Finanzierungswege erörtert.

Landesweites Konzept
Laut Verkehrsminister Winfried Hermann habe der Ringzug Vorbildfunktion im Rahmen eines landesweiten Konzepts zur Elektrifizierung der Schienen in Baden-Württemberg. „Eine ländliche Region wird per Bahn an Mittel- und Oberzentren angebunden und die Kooperation dreier Landkreise ermöglicht gemeinsam ein Zukunftsprojekt klima- und umweltfreundlicher Mobilität“, sagte Minister Hermann in einem Gespräch mit den Landräten am 23. Mai 2017.