14.06.2017

Fußgänger im Fokus

Gehen ist gesund und für viele Menschen die Mobilitätsform Nummer 1. Deshalb will Baden-Württemberg mit einer aktiven Förderung den Fußverkehr landesweit voranbringen und unterstützt ausgewählte Kommunen bei umfangreichen Fußverkehrs-Checks. Acht Städte und Gemeinden gingen jetzt in der dritten Checkrunde an den Start. Das Ziel sind sichere und gut gestaltete Fußwege, die auch mit dem öffentlichen Verkehr kombinierbar sind.

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Nach den erfolgreichen Durchgängen 2015 und 2016 mit insgesamt 24 teilnehmenden Kommunen starten die Fußverkehrs-Checks 2017 in ihre dritte Runde. Unter 40 Bewerbungen wählte eine Jury acht Städte und Gemeinden aus, die in diesem Jahr gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern die Fußwege in ihrer Kommune kritisch unter die Lupe nehmen: Aalen, Backnang, Gerlingen, Meßkirch, Neuenburg am Rhein, Pfalzgrafenweiler, Tauberbischofsheim und Wiesloch. Das Land trägt hier jeweils die Kosten für die Fußverkehrs-Checks. Weitere Kommunen, wie die Stadt Göppingen, führen die Checks auf eigene Kosten durch. Nachdem Göppingen bereits 2015 Förderkommune war, wird nun die Wirkung entwickelter Maßnahmen geprüft.

Über 100 Maßnahmen und Projekte
Ziel der Fußverkehrsförderung sind sichere und gut gestaltete Fußwege, die auch mit dem öffentlichen Verkehr kombinierbar sind. „Kinder, Ältere oder Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sind häufig zu Fuß unterwegs. Sie werden im Straßenverkehr oft nicht wahrgenommen. Für sie sind sichere Gehwege und hindernisfreies Überqueren von Straßen besonders wichtig“, betonte Verkehrsminister Winfried Hermann bei der Auftaktveranstaltung zu den neuen Fußverkehrs-Checks Anfang Mai.  

Auf der Veranstaltung würdigte Minister Hermann das große Engagement der Teilnehmerkommunen. Im vergangenen Jahr nahmen mehr als 400 Bürgerinnen und Bürger an insgesamt 36 Begehungen und Workshops teil und entwickelten gemeinsam mit Vertretern aus Verwaltung und Politik über 100 Maßnahmen für einen besseren Fußverkehr vor Ort. Die Fußverkehrs-Checks haben gezeigt, dass schon vergleichsweise kleine Maßnahmen die Sicherheit von Fußgängern deutlich verbessern können.