Zusammen unterwegs: Gisela Splett und Walter Schaub von DB Regio

Gisela Splett und Walter Schaub von DB RegioBildquelle: Andrea Toll

Auch wenn Gisela Splett schon oft mit dem Rad in Kombination mit dem Zug unterwegs war: Heute ist eine Premiere, denn die Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur und Lärmschutzbeauftragte der Landesregierung fährt zum ersten Mal mit einem 3-Löwen-Takt-Radexpress. Im Murgtäler gehts von Karlsruhe nach Freudenstadt. Von dort aus nimmt Splett an der geführten „Tour de Murg historisch" teil. Alles läuft völlig entspannt: Im Radabteil  ist ausreichend Platz für alle Zweiräder, obwohl reger Andrang herrscht. Etliche Fahrgäste nutzen an diesem Samstag das Angebot des 3-Löwen-Taktes, das viele Vorteile bietet, wie zum Beispiel die kostenlose Fahrradmitnahme im Radexpress und Vergünstigungen bei zahlreichen Gastronomie- und Kulturpartner. „Toll ist auch, dass ich nicht auf Rundtouren beschränkt bin, weil ich zurück zum Auto muss. Ich kann einfach wieder in den Zug steigen und zurückfahren, wenn mir danach ist", zeigt sich Splett begeistert.

Mit dem Rad und den fünf 3-Löwen-Takt-Radexpressen lassen sich die unterschiedlichen Regionen in Baden-Württemberg bequem und umweltfreundlich erkunden. Im nächsten Jahr kommt der sechste hinzu, und zwar der Neckartäler-Radexpress, der zwischen Stuttgart Heilbronn, Mosbach-Neckarelz, Eberbach und Heidelberg verkehren wird.„Schön wäre es, wenn noch mehr Menschen von den Radexpressen erfahren würden und ihnen die guten Angebote bekannter wären, beispielsweise, dass die Fahrradmitnahme kostenlos ist und man sich vorher nicht anmelden muss, um mitzufahren", betont Splett. Am allerschönsten wäre es in den Augen der Staatssekretärin, wenn Räder in den meisten Zügen kostenlos mitgenommen werden könnten.

Rad und Zug sind für Gisela Splett eine ideale Kombination

Rad und Zug sind für Gisela Splett eine ideale KombinationBildquelle: Andrea Toll

Verknüpfte Mobilität
Nicht nur in der Freizeit, sondern auch im Alltag verknüpft Splett unterschiedliche Verkehrsmittel. So ist sie mit dem Rad, dem ÖPNV, zu Fuß genauso wie mit dem Dienstwagen unterwegs. „Die Entwicklung hin zur verknüpften Mobilität lässt sich allgemein beobachten, vor allem  bei jungen Menschen, die die modernen Medien noch mehr nutzen als die etwas ältere Generation", stellt Splett fest. Der 3-Löwen-Takt hält eine Reihe von Angeboten bereit, um die Planung von Alltags- und Freizeittouren zu erleichtern, zum Beispiel den kostenlosen Radroutenplaner Baden-Württemberg mit einem Radroutennetz von über 40.000 Kilometern. Auch die 19 Landesradfernwege, die mehr als 4.000 Kilometer umfassen, sind als touristische Routen vollständig enthalten. Radler können ihre persönliche Route auch in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln planen, denn der Radroutenplaner ist so konzipiert, dass stets aktuelle Daten zu öffentlichen Verkehrsmitteln aus der elektronischen Fahrplanauskunft EFA-BW einfließen. So haben Nutzer die Möglichkeit, sämtliche Fahrplandaten von Bahnhöfen und Haltestellen direkt im Routenplaner abzurufen. Zudem enthält er Informationen zur Fahrradmitnahme im ÖPNV und zu Fahrradverleihsystemen.

App geht's
Ein weiterer Vorteil ist, dass Radler den Radroutenplaner auch von unterwegs aus nutzen können, denn er ist  als praktische App für iPhones und Android-Smartphones kostenlos verfügbar. „Eine sehr nützliche App", findet Splett. Ebenfalls praktisch und kostenlos ist die Bus&Bahn-App des 3-Löwen-Takts. Mit der Fahrplanauskunft für Baden-Württemberg können Reisende ihre Fahrt mit Bus und Bahn bequem planen: Sie geben einfach ihren Start- und Zielort und die gewünschten Reisekriterien ein.
Am Bahnhof angekommen hilft die Stationsdatenbank-App des 3-Löwen-Takts weiter, die für über tausend Bahnhöfe und Haltepunkte in Baden-Württemberg zahlreiche Informationen bietet. Der Nutzer erhält einen Überblick über sämtliche Serviceangebote der Bahnhöfe und kann sich anhand der Fotos bereits vor Beginn der Reise ein Bild vom Bahnhof machen. Ein besonderes Feature ist die Navigationsfunktion: Durch die ist der eigene Standort auf der Detailkarte sichtbar und Bewegungen werden angezeigt. Wenn man in die falsche Richtung läuft, sieht man das mit der App sofort.
Dann ist der Radexpress Murgtäler auch schon in Freudenstadt angekommen, wo Tourenführer Frank Eisold die Teilnehmer der Tour um sich schart. Er gibt eine kurze Einweisung und einen Überblick über die Geschichte der Murgtalbahn, die nach einer langen Baugeschichte erstmals 1928 durchgehend befahren werden konnte. Heute ist sie aus dem Murgtal nicht mehr wegzudenken, genauso wie der Murgtäler Radexpress, der sich im Hintergrund wieder auf den Weg macht – derweil sich die Staatssekretärin und alle anderen Radler vergnügt in die Sättel schwingen.

Der Murgtäler – von Ludwigshafen nach Freudenstadt
Die Züge verkehren bis 18.10.2015 an allen Sonn- und Feiertagen. Wer den Radexpress „Murgtäler“ erst ab Bad Schönborn-Kronau nutzen möchte, für den gilt der Verbundfahrschein ohne Aufpreis. Ab Bad Schönborn-Kronau lohnen sich die KVV-Tageskarten „RegioX solo“ für 16,70 Euro als Einzelticket und „RegioX plus“ für 27 Euro (bis fünf Personen).

Haben Sie mehr Lust auf eine Fahrradtour mit Bahn und Rad? Mehr zu den aktuellen Angeboten erfahren Sie unter 3-Löwen-Takt-Radexpresse.

Quelle: Andrea Toll